Ich bin ein Vogel, der singt, der fliegt, frei und fröhlich. Doch mein Flügel ist gebrochen. Gebrochen wie in mir. Und ich winde mich, ich winde mich zu allen Seiten. Ich kann nicht mehr fliegen, nicht mehr aufsteigen in die Luft. In die freie Luft. Ich singe, doch meine Kehle ist rau. Meine Stimme versiegt. Ich winde mich. Ich winde mich zu allen Seiten und ich weiß nicht, wer mir hilft. Wer hilft mir? Wer, wenn nicht ich?

Wo bin ich und wo bist du? Wo bin ich in der Menge, wo bin ich alleine? Wo gehöre ich hin? Wo ist mein Nest, mein sicherer Hafen, wo bin ich? Wo sind die Menschen, auch wenn sie da sind? Wer sind sie, auch wenn sie du sind? Wer hilft mir und wer bin ich?

Wer bin ich, wenn ich nicht bin? Was bin ich und was passiert hier? Ich winde mich und ich falle. Ich will aufsteigen in die Lüfte, zurück in mein Zuhause. Dort, wo ich eins bin, wo ich gesehen bin. Wo ich ich bin und alles um mich herum eins.

Wo bin ich, wenn mich keiner hört? Wo bin ich, wenn mich keiner sieht? Wo bin ich und wer bin ich und wann bin ich frei? Frei in den Lüften und frei in mir. Frei zu singen, zu fliegen, zu lachen. Frei und eins mit allem und dir.

Du bist ich und ich bin du. Wir sind eins, wir sind frei. Wir sind aus demselben Samen entsprungen. Wir lieben uns, doch wo bist du? Wollen wir gemeinsam singen? Was habe ich, aber nicht du? Wohin soll mein Weg nur gehen?

Ich bin frei in mir. Reinen Herzens. Was wird passieren? Wer wird mich lieben? Wer wird mich sehen und wo bist du? Wo hast du dich versteckt, als ich dich brauchte? Wo warst du? Ich habe dich immer geliebt, ich habe dich immer geliebt.

Ich will mich lieben und ich will fliegen, hoch hinaus. Hinaus in die Lüfte der Freiheit – und das mit dir. Lass uns fliegen, lass uns träumen, lass uns eins gemeinsam sein. Ich will werden, ich will stark sein, ich will oben sein. Oben in der Luft, in der Weite, in der Ferne.

Fort von allem, das schmerzt. Fort von der Verlassenheit, fort von blinden Augen und tauben Ohren. Fort, wo ich eins sein kann mit mir. Wo ich ich sein kann hier. Wo ich etwas und jemand bin. Wo ich eins bin, wo ich neu bin, wo ich ich bin.

Ohne dich. Denn ich liebe dich. Doch jetzt liebe ich auch mich. Vergiss mich nicht.

In Liebe
deine Seele