Es ist vollbracht, es ist vollbracht, ich schreite vorwärts, immer weiter, es ist vollbracht. Ich kann nicht mehr vorwärts gehen ohne meinen anderen Teil. Ich schreite und schreite, doch es geht nicht mehr. Ich schreite und ich weiß, ich brauche mich ganz.
Und ich schreite und ich falle und ich höre nichts mehr. Ich will nichts mehr hören, ich kann nichts mehr hören. Alles ist zu laut, alles ist zu laut, ich will nur fallen.
Und ich falle – und wer fängt mich? Wer fängt mich? Mein Gegenstück? Ich verstehe nicht, was passiert, denn ich bin immer noch. Ich falle, auch wenn ich gar nicht mehr falle.
Hinaus und wieder laut sein, groß sein. Ich will ganz sein. Ich will ganz sein, in mir stark sein, in mir eins sein. Ich versuche, allem gerecht zu werden, doch ich falle, verliere mich. Ich verliere mich, während ich alles tue, um anerkannt zu werden.
Ich will Luft, ich will frei sein, ich will anerkannt sein, ich will mich anerkennen. Ich will ganz sein. Ich will hören, auch die leisen Töne. Wenn ich ganz bin, wenn ich eins bin, wenn ich ich bin – wenn ich nicht mehr beeinflusst bin von dem, was ich höre, kann ich alles hören.
Ich kann alles hören und ich kann alles sehen, wenn ich in mir stark bin. Ich kann mich sehen. Mich in meiner Ganzheit. Und ich kann mich hören, auch die leisen Stimmen. Und ich höre zu – mir, für mich.
Ich will eins sein mit allem, was ist, doch ich will mit mir eins sein. Verbunden mit meinen Wurzeln und frei in meiner Krone, die wachsen darf, wohin es ihr beliebt. Ich will frei sein und immer wieder ich sein.
Ich verbiege nichts, denn ich folge nur dem natürlichen Fluss. Ich verstehe und ich wachse und ich liebe. Auch mich. Ich stehe da und ich liebe mich. Mich in der Vollkommenheit.
Und ich wandere und ich finde und ich werde. Und ich weiß, wer ich bin, und ich weiß, ich bin hier. Ich schreite aufrecht, denn ich weiß, dass ich bin. Ich war nicht immer, doch jetzt weiß ich, dass ich bin.
Und ich werde immer freier und weiter und größer – bis ich alles bin, was ich bin.
In Liebe
deine Seele
